Beethovens IX. Sinfonie (Malley – Lausanne/Schweiz)

Diese choreografische Umsetzung von Beethovens Werk hat keine andere Idee, kein anderes Ziel und kein anderes Argument als die Musik, die sie trägt, nährt und ihre einzige Daseinsberechtigung ist.
Der Tanz folgt hier lediglich dem langsamen Weg des Komponisten, der von der Angst zur Freude, von der Dunkelheit zum Licht führt.
Es handelt sich nicht um ein Ballett im herkömmlichen Sinne, das einer Partitur übergestülpt wurde, die zu den Höhepunkten der Musik zählt, sondern um eine tiefe menschliche Teilhabe an einem Werk, das der gesamten Menschheit gehört und das hier nicht nur gespielt und gesungen, sondern auch getanzt wird – ganz so wie die griechische Tragödie oder alle primitiven und kollektiven religiösen Manifestationen.

Maurice Béjart

Ein monumentales Werk, getragen von einer außergewöhnlichen kollektiven Energie.
Mit der IX. Sinfonie von Maurice Béjart wird die Bühne zu einem Gesamtraum, in dem Musik, Tanz und Licht in einer seltenen Intensität aufeinandertreffen. Dieses emblematische Stück, getragen von der Kraft Beethovens, stellt technische und künstlerische Anforderungen, die seinem Ehrgeiz entsprechen.
Mit mehr als 200 Künstlern auf der Bühne – Tänzern, Chorsängern und Musikern – bewegt sich die Aufführung in einer spektakulären Dimension, in der jedes Element perfekt beherrscht werden muss.
Bei dieser Produktion hatten wir die Rolle des technischen Leiters für Licht inne. Eine Schlüsselposition im Zentrum des Geschehens, verantwortlich für die Umsetzung, Präzision und Zuverlässigkeit des gesamten Systems.
Unsere Aufgabe bestand darin, die Teams zu koordinieren, die Installation und den Betrieb sicherzustellen und für die perfekte Wiedergabe des Lichtdesigns unter allen Bedingungen zu sorgen. Voraussicht, Strenge und Reaktionsfähigkeit waren entscheidend, um ein so dichtes Werk zu begleiten, bei dem jedes Detail zählt.
In einer Show dieser Größenordnung wird die Technik unsichtbar, wenn sie beherrscht wird. In diesem Anspruch liegt der Erfolg: der Bühne zu ermöglichen, sich voll und ganz auszudrücken, ohne Einschränkungen, im Dienste der Künstler und des Publikums.

Choreografie: Maurice Béjart
Texte: Friedrich Nietzsche, Friedrich von Schiller
Musik: Ludwig Van Beethoven, Citypercussion
Original-Bühnenbild, Licht und Kostüme: Joëlle Roustand, Roger Bernard
Lichtrealisation: Dominique Roman
Kostümrealisation: Henri Davila
Technischer Leiter: François Vandermeeren